Serpentine Talk

Serpentine Talk Ewa Hess | 5. Juli 2012 – 08:29 An der Eröffnung des Serpentine Pavillons in London spreche ich hier mit Jacques Herzog über das Projekt, welches Herzog & de Meuron mit Ai Weiwei zusammen realisiert haben. Die auf dem Photo (© Iwan Baan) sichtbaren pilzähnlichen Strukturen sind aus dunklem Kork, die ebenfalls in Kork ausgeführten Balken und Stufen zeichnen die Fundamentslinien der früheren Sommerpavillons nach, die ja seit 12 Jahren von berühmten Architekten gestaltet werden. Das Geniale am Entwurf der Schweizer Meister, die zu diesem Zweck wieder mit ihrem chinesischen verbündeten Ai Weiwei zusammengearbeitet haben – via Skype – ist der «archäologische» Zugriff. Diese Pavillons haben nämlich immer federleicht ausgesehen. Um den Anschein der Leichtigkeit zu erreichen, haben sie sich aber tief in die Erde eingegraben. Diese Spuren offenzulegen, war der Geniestreich von Herzog & de Meuron. «Es ist an der Zeit, mit den Elementen unserer Kultur, die bereits vorhanden sind, etwas Vernünftiges anzustellen», sagt mir Jacques Herzog. Ganzes Gespräch folgt später. About Ewa HessSwiss journalist, Editor Arts @Sonntagszeitung, ZürichView all posts by Ewa Hess » @askewa @PSPresseschau Wunderbares textlein 🍀 thx 4 sharing 08:10:37 PM Mai 30, 2023 von &s in Antwort auf PSPresseschau@GESDA Hackathon 4 the future – Open Quantum Institute in the making. Impressive! https://t.co/hWBdlsEFkd 09:35:19 AM Mai 07, 2023 von &s in Antwort auf GesdaIt’s my #Twitterversary! I have been on Twitter for 13 years, since 26 Nov 2009 (via @twi_age). 01:00:51 AM Dezember 13, 2022 von &s @askewa folgen Neueste Beiträge Baselitz‘ WeltI likePrivate Sales, ein SchattenspielAdieu John BergerTalk mit Jacqueline Burckhardt Blogroll FAQNews-BlogPop MattersRevue 21Support ForumWordPress-Planet Themen Ai Weiwei Amerika Andy Warhol Aphrodite Ascona Baron Heinrich Thyssen Basel Biennale Venedig Bird’s Nest Caravaggio China Fischli/Weiss Fondation Beyeler Frank Gehry Georg Baselitz Gerhard Richter Ghirlandaio Gstaad Gurlitt Gustav Klimt Harald Szeemann Keanu Reeves Kunst Kunstmuseum Basel Louise Bourgeois Maja Hoffmann Maria Lassnig Marlene Dumas Melinda Nadj Abonji Monte Verità Nachtkritik Oprah Winfrey Pipilotti Rist Schweizer Architektur Schweizer Film Schweizer Kunst Schweizer Literatur Shakespeare Simon de Pury Thomas Hirschhorn Ugo Rondinone Urs Fischer Valentin Carron Warhol Weltwoche Next Post Schreibe einen Kommentar Cancel Reply Logged in as Ewa Hess. Edit your profile. Log out? Required fields are marked * Message*

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Guy-Fawkes-Maske

Guy-Fawkes-Maske Ewa Hess | 2. Juli 2012 – 11:41 The V for Vendetta mask: a political sign of the times: Über die stupende Karriere der Guy-Fawkes-Maske schreibt sehr interessant Euclide Montes im Guardian: http://gu.com/p/3xmfeAbout Ewa HessSwiss journalist, Editor Arts @Sonntagszeitung, ZürichView all posts by Ewa Hess » @askewa @PSPresseschau Wunderbares textlein 🍀 thx 4 sharing 08:10:37 PM Mai 30, 2023 von &s in Antwort auf PSPresseschau@GESDA Hackathon 4 the future – Open Quantum Institute in the making. Impressive! https://t.co/hWBdlsEFkd 09:35:19 AM Mai 07, 2023 von &s in Antwort auf GesdaIt’s my #Twitterversary! I have been on Twitter for 13 years, since 26 Nov 2009 (via @twi_age). 01:00:51 AM Dezember 13, 2022 von &s @askewa folgen Neueste Beiträge Baselitz‘ WeltI likePrivate Sales, ein SchattenspielAdieu John BergerTalk mit Jacqueline Burckhardt Blogroll FAQNews-BlogPop MattersRevue 21Support ForumWordPress-Planet Themen Ai Weiwei Amerika Andy Warhol Aphrodite Ascona Baron Heinrich Thyssen Basel Biennale Venedig Bird’s Nest Caravaggio China Fischli/Weiss Fondation Beyeler Frank Gehry Georg Baselitz Gerhard Richter Ghirlandaio Gstaad Gurlitt Gustav Klimt Harald Szeemann Keanu Reeves Kunst Kunstmuseum Basel Louise Bourgeois Maja Hoffmann Maria Lassnig Marlene Dumas Melinda Nadj Abonji Monte Verità Nachtkritik Oprah Winfrey Pipilotti Rist Schweizer Architektur Schweizer Film Schweizer Kunst Schweizer Literatur Shakespeare Simon de Pury Thomas Hirschhorn Ugo Rondinone Urs Fischer Valentin Carron Warhol Weltwoche Next Post Schreibe einen Kommentar Cancel Reply Logged in as Ewa Hess. Edit your profile. Log out? Required fields are marked * Message*

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Urs Fischer

Urs Fischer Ewa Hess | 5. März 2012 – 18:31 Mit dem in New York lebenden Schweizer Künstler Urs Fischer sprach ich in Wien über horrende Auktionspreise, die Vergänglichkeit seiner Werke, das Loch in der Wand seiner Wiener Ausstellung und coole alte Lastwagenfahrer. In den Ausstellungsräumen der Kunsthalle Wien wird zwei Tage vor der Eröffnung der Ausstellung «Skinny Sunrise» gehämmert, gebohrt und geschliffen. So mag es Urs Fischer, einer der gefragtesten Schweizer Künstler der Gegenwart, besonders gern. Der 39-Jährige mit üppigen Tattoos auf den Unterarmen packt beim Montieren seiner Skulpturen und Installationen kräftig mit an. Eine Zigarette im Mundwinkel, das Zischen einer Vakuumpresse im Hintergrund, erklärt der in New York lebende Zürcher der SonntagsZeitung, warum manche seiner Werke vergänglich sind. Urs Fischer, was wird am Ende Ihrer Ausstellung in Wien verschwunden sein? Einige Zeichnungen? Nein, sicher nicht, die Aufseher passen hier gut auf.Oder ein Abbild Ihrer selbst? Aha, Sie meinen die Kerze, die wie ich aussieht. Die wird aber nicht verschwunden sein, nur geschmolzen.An der Biennale in Venedig liessen Sie die Nachbildung einer barocken Skulptur als Kerze brennen und ein Abbild Ihres Freundes Rudolf Stingel. Warum jetzt ein Selbstbildnis?Vielleicht als eine gerechte Strafe. Ich habe ja meinem Freund Rudi und auch dem Sammler Peter Brant, der ebenfalls als Modell herhalten musste, immer gesagt: Ziert euch nicht so! Jetzt verstehe ich, was die durchmachen mussten – es ist ein seltsames Gefühl. Sich selber beim Brennen zuzusehen?Nicht das Brennen stört mich, sondern sich selber als Skulptur im Raum zu sehen. Schon als wir die Kerze schnitzten, war es mir mulmig.Bei Ihnen brennen nackte Frauen, Freunde, Sie selbst . . . Warum?Jedenfalls ist das kein feindseliger Akt. Das wollte man mir bei den nackten Frauen reininterpretieren. Männer zeige ich nur darum nicht nackt, weil sie ohne Kleider weniger gut aussehen.Ihre Barockskulptur-Kerze in Venedig ist schon allein wegen der Grösse aufgefallen. Size matters?Nein, Grösse ist relativ. Auf meinem Weg zur Arbeit sehe ich zum Beispiel jeden Tag die Freiheitsstatue. Sie scheint mir nicht so gross zu sein. Und ist immer ein erfreulicher Anblick.Ihre Teddy-Skulptur, die vor einem Jahr bei Christies für 6,8 Millionen Dollar versteigert wurde, war 7 Meter hoch und 17 Tonnen schwer.War das gross? Vielleicht. Aber die Henry-Moore-Skulptur in Zürich am See ist bestimmt auch ganz schön schwer. Und dann liegt sie noch auf einem Hügel – das lässt sie grösser erscheinen.Sie spielen gerne mit Dimensionen. Mal blasen Sie einen Fingerabdruck in Knetmasse zu einer Skulptur auf, mal giessen Sie einen Bären in Bronze.Den Bären gab es zuerst ganz klein. Ich habe die Vorlage zur Skulptur gemeinsam mit einer Freundin zuerst klein genäht.War das eine Erinnerung an ein Kinderspielzeug von Ihnen?Nein, ich mochte Bären gar nicht. Ausser Paddington. Aber ich habe gerne sympathische Protagonisten für meine Skulpturen. Und ein Stofftier ist ein cooler Kerl. Meine Tochter Lotti hat solche Stofftiere, sie findet sie toll. Auf Erinnerungen stehe ich im Übrigen sowieso nicht. Habe die Gegenwart lieber.Ihre Gegenwart ist rasant. Als Sie 2004 im Kunsthaus Zürich ausstellten, fand man es gewagt, einem so jungen Künstler den Bührle-Saal anzuvertrauen. Acht Jahre später sind Sie ein internationaler Kunststar in New York.Mir gefällt diese Entwicklung! Ich liebe Herausforderungen.Steht eigentlich einer der grossen Teddys immer noch beim Sammler Adam Lindemann in Montauk bei New York vor seinem Haus?Ja, warum?Man hörte, die Farbe würde abblättern.Das stimmt schon, ich sehe das als eine Art Bauschaden. Die Luft auf Long Island ist salzig, da hat sich unsere Farbe nicht bewährt. Wir wollten eine, die sehr matt wirkt, damit der Teddy weich aussieht, da gab es damals keine grosse Auswahl. Wir haben den Anstrich jetzt ausgebessert.Einem anderen Käufer eines Teddys ist es besser ergangen: Der Luxus-Tycoon François Pinault hat den seinen mit grossem Gewinn wieder verkauft.Das geht mich nichts an. Das Geld bekomme nicht ich.Der Spekulationsgewinn geht an den Sammler. Doch die «normalen» Preise Ihrer Werke steigen dadurch doch auch.Auktionspreise sind nun mal etwas anderes als die Kunstpreise in den Galerien. Aber es stimmt schon, Auktionsrekorde treiben auch die Galeriepreise in die Höhe. Was soll ich dazu sagen? Das ist so im Handel, ob es um Kunst oder Unterhosen geht. Ich muss mich an Spekulationen nicht beteiligen. Mir geht es gut.Stimmt. Nicht viele Künstler Ihrer Generation sind schon Millionäre.Pa, pa, pa, Millionär. Wissen Sie, wie gross meine laufenden Kosten sind?Nein.Enorm! Wir führen ein Archiv, erstellen Manuals für die Skulpturen, machen Positivformen der Wachsskulpturen, damit sie nachgegossen werden können, zimmern Kisten und kümmern uns um Transporte . . .Müssen Sie das alles machen?Nein, das verlangt von uns niemand. Mir ist es aber wichtig, dass die Arbeit respektvoll betreut wird. Wenn ich etwas mache, dann habe ich es gerne solid. Das kostet.Ihre Skulpturen werden von den reichsten Leuten und den besten Museen gekauft. Und nichts bleibt hängen?Sie wären erstaunt, wie oft wir am Ende des Jahres alles aufgebraucht haben. Vor allem, weil wir alles, was reinkommt, sofort wieder in neue Projekte investieren.Sie sagen immer: Wir. Verstehen Sie sich nicht als alleiniger Urheber Ihrer Kunst?Schon, aber ich arbeite auch gerne mit Menschen zusammen. Ich mag es, wenn etwas läuft. Wenn man im Team arbeitet, hat man zwar auch ein weniger intimes Verhältnis zu seiner Kunst. Aber ich hatte noch nie grosse Lust auf Introvertiertheit.Der britische Altmeister David Hockney hat kürzlich seinem Landsmann Damien Hirst vorgeworfen, dass eine solche im Atelier von anderen hergestellte Kunst kein Original sei.Ach was, Künstler haben schon immer Helfer gehabt. Das Thema macht mich müde. Das kann doch jeder machen, wie er will. Der eine allein, der andere mit Hilfe. No big deal!Sie stellen gerade in Los Angeles beim global agierenden Grossgaleristen Larry Gagosian aus. Der gilt als jemand, der stärker am Gewinn denn an der Kunst interessiert sei.Diese Einschätzung stimmt für mich nicht. Was stimmt: Wenn man bei Gagosian ausstellt, hat man plötzlich weniger Freunde.Warum eigentlich?Weil alle denken, man sei im Ausverkauf gelandet. Ich habe allerdings nicht das Gefühl, dass bei Gagosian andere Sammler kaufen als bei meinen anderen Galeristen.Die spektakulärsten Werke von Ihnen kann man gar nicht kaufen. In Ihrer Schau im New Museum in New York

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Mike Kelley

Mike Kelley Ewa Hess | 2. Februar 2012 – 08:49 Heute erreicht uns die Nachricht, dass Mike Kelley sich am Dienstag Abend in seiner Wohnung in einem Vorort von Los Angeles das Leben nahm. Vor 12 Jahren führte ich mit ihm ein Interview in Zürich, in dem er sich dem heutigen Kunstbetrieb gegenüber sehr desillusioniert zeigte. Seine Freunde wie Tony Oursler berichten, dass seine Depression ihn immer isolierter machte. Er fühlte sich früher als Nonkonformist wohler als später als der Star, der er geworden war. Sein Einfluss auf die Kunst von heute bleibt enorm. Hier ist das Interview von damals (SonntagsZeitung / Kultur / 2. April 2000):VON EWA HESS Der in Los Angeles wirkende Mike Kelley, ein wichtiger amerikanischer Künstler der Gegenwart, widmet seine Werke oft kontroversen Inhalten und inszeniert scheinbar banale Objekte, um verborgene Inhalte freizulegen. In seiner Ausstellung im Migros Museum in Zürich, die am 7. April eröffnet wird und bis am 4. Juni 2000 dauert, baute er unter anderem eine Touristenattraktion aus dem Chinatown von LA nach: einen «Wunschbrunnen», eine grell bemalte fantastische Miniaturlandschaft voller Grotten, Figuren und Symbole. Vor seiner Ausstellung in Zürich spricht Mike Kelley über Kunst und Kommerz. Mike Kelley, besteht Ihre Ausstellung nur aus Käfigen? Es geht mir weniger um Käfige als um Rahmen – oder Zäune. Ich habe einen chinesischen Brunnen und den Zaun drumherum nachgebaut. Und dann den Brunnen wieder herausgenommen. Kelley: Wenn man den Brunnen mit dem Zaun sieht, ist der Zaun unsichtbar. Ich stelle den Brunnen und seinen Zaun separat aus und gebe den beiden Objekten ihre Individualität zurück. Warum haben Sie diesen Brunnen überhaupt nachgebaut? Kelley: Weil er eine aufregende öffentliche Skulptur ist. Dabei sieht er ganz anders aus – wie eine Landschaft. Oder wie etwas Organisches. Ich beschäftige mich in der letzten Zeit viel mit den öffentlichen Skulpturen. Was fasziniert Sie dabei? Kelley: Die Frage der Form und der Formlosigkeit. Wo hört das Chaos auf, wo fängt die Form an? Ihre eigene Biografie interessiert Sie nicht mehr? Sie haben als einer der Ersten die Kindheit zum Thema der Kunst gemacht. Kelley: Die feministischen Künstlerinnen waren vor mir. Doch mein Interesse ist anders geartet. Ich habe mich von Anfang an mehr für die allgemeingültige Mythologie interessiert und weniger für den konkreten individuellen Werdegang. Ihre Stofftier-Installationen Anfang der Neunzigerjahre haben Aufsehen erregt. Waren damit keine persönlichen Kindheitserinnerungen verbunden? Kelley: Nein. Damals, in den späten Achtzigerjahren, drehte sich die Diskussion um den Warencharakter der Kunst. Ich dachte an Waren, an Geschenke. Teddybären sind ideale Geschenke. Teddybären, die zu Knäueln zusammengepappt sind oder von nackten Menschen angesprungen werden, wecken andere Assoziationen. Kelley: Natürlich dachten sofort alle, dass es um Szenarien eines Kindsmiss-brauchs geht. Das habe ich nicht beabsichtigt. Aber dann habe ich das Thema aufgenommen. Warum wurde es überhaupt zum Thema? Kelley: Weil unsere Zeit auf Kindsmiss-brauch fixiert ist. Egal was man macht, die Leute sehen Kindsmissbrauch darin. Sie schauen die Kunst gar nicht an, 99 Prozent aller Menschen sind visuelle Analphabeten. Sie haben bestimmt eine Vermutung, weshalb das Thema des Kindsmissbrauchs unsere Zeit so beherrscht? Kelley: In Amerika hängt das mit dem politischen Aufstieg der christlichen Rechten zusammen. Und wie? Kelley: Weil diese politischen Kreise die Fantasie der kindlichen Unschuld unterstützen und fördern. In dieser Atmosphäre kommt es schneller zu Hexenverfolgungen. Und die Kindsmissbrauch-Hysterie hat etwas von einer mittelalterlichen Hexenverfolgung. Sehen Sie sich als Vorläufer der heutigen Kunstszene, etwa der jungen britischen Künstler, deren Ausstellung «Sensation» sowohl in London wie in New York mit Verboten zu kämpfen hat? Kelley: Die britischen Künstler sind ein neues Phänomen. Meine Generation der Künstler, zu der auch Jim Shaw oder Tony Oursler gehören, kennt dieses Ausmass des Marktinteresses gar nicht. Wir wurden nicht mit dem gleichen Fieber gesammelt, gekauft und ausgestellt. Dabei wurzelt die heutige Auffassung der Kunst stark in dem, was Sie machen. Kelley: Die jungen Künstler arbeiten auf einer ganz anderen Grundlage als wir: Für sie existiert der Unterschied zwischen der Hochkultur und der Populärkultur gar nicht mehr. Die Frage, woher die Kunst schöpft, stellt sich ihnen gar nicht erst. Die Kunst darf heute alles integrieren, Kitsch, Werbung, Kunstgeschichte. Alles ist gleichwertig. Zu diesem Phänomen haben Sie mit Ihrem Werk auch beigetragen. Kelley: Ja. Doch unsere Auseinandersetzungen waren komplexer. Auch die Kunstkritik war ernsthafter. Haben Sie jemals etwas wirklich Tiefes über die BritArt gelesen? Tja… Kelley: Natürlich nicht. Die Kritiker versuchen nicht einmal, die Unterschiede zwischen den einzelnen Künstlern dieser Gruppe herauszuarbeiten. Es ist ein Modetrend. Worin liegt der Unterschied zwischen denen und Ihnen? Kelley: Die Arbeiten der jungen Künstler heute sind in hohem Masse unpsychologisch. Sie beschäftigen sich nicht mit dem menschlichen Drama, sondern mit der Oberfläche der Dinge. Wohin führt diese Entwicklung? Kelley: Ich war immer interessiert an den soziopolitischen Inhalten der Kunst. Wenn ich jetzt sehe, wie die Kunst und die Populärkultur zusammenkommen, fürchte ich, dass die Kunst in dieser Fusion der schwächere Partner ist. Sie wird verlieren. Indem sie mit der Modeindus-trie verschmilzt, verliert die Kunst ihre kritische Kraft. Wird sie ihre kritische Kraft wiedergewinnen? Kelley: Sie wird. Wenn das Geld mal abfliesst, wird die Kunst zur Besinnung kommen. Wann wird das sein? Kelley: In der nächsten Generation. Das heisst in fünf Jahren. Kelley: Ja, heute dauern Kunst-Generationen fünf Jahre. Früher warens zwanzig. Dann können Sie mit Ihrer Fähigkeit zur kritischen Auseinandersetzung der nächsten Generation helfen. Kelley: Ach was. Man hilft niemandem in der Kunst. Jeder muss sich selber helfen. «Indem sie mit der Modeindustrie verschmilzt, verliert die Kunst ihre kritische Kraft»: Mike Kelley About Ewa HessSwiss journalist, Editor Arts @Sonntagszeitung, ZürichView all posts by Ewa Hess » @askewa @PSPresseschau Wunderbares textlein 🍀 thx 4 sharing 08:10:37 PM Mai 30, 2023 von &s in Antwort auf PSPresseschau@GESDA Hackathon 4 the future – Open Quantum Institute in the making. Impressive! https://t.co/hWBdlsEFkd 09:35:19 AM Mai 07, 2023 von &s in Antwort auf GesdaIt’s my #Twitterversary! I have been on Twitter for 13 years, since 26 Nov 2009 (via @twi_age). 01:00:51 AM Dezember 13, 2022 von &s @askewa folgen Neueste Beiträge Baselitz‘ WeltI likePrivate Sales, ein SchattenspielAdieu John BergerTalk mit

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Filmkritiker J Hoberman

Filmkritiker J Hoberman Ewa Hess | 7. Januar 2012 – 12:10 The Village Voice schmeisst nach dreissig Jahren den klugen Filmkritiker J Hoberman heraus. Es geht um eine Kursänderung, denn ich glaube, dass die neuen Besitzer der Zeitschrift mainstreamiger werden wollen. Aber angeblich soll Karina Longworth, eine 31-jährige Mitarbeiterin der L.-A. Weekly, das Amt der Oberfilmkritikerin bei der Village Voice übernehmen. (Hoberman ist 59 und mittlerweile Professor an zwei Unis). Ich habe Hobermans Buch einst während eines einwöchigen time-outs in Tunesien gelesen und erinnere mich, komplett geflasht gewesen zu sein, weil es mir so gescheit vorkam. Es ist eine Kulturgeschichte der 60-Jahre in Amerika, als der Zeit, in der sich alle die Veränderungen, die sich später in den Seventies manifestierten, ankündigen: Radical Chic (Bonnie & Clyde, Easy Rider, ) aber es geht auch um die Ängste, die diesen Prozess begleitet haben (The Manchurian Candidate, Dr. Strangelove) und um die Gegenkräfte, die bereits aktiv wurden (Patton, Hey Joe, Dirty Harry) etc… Jedenfalls – dass er nicht mehr bei Village angestellt ist, hindert Hoberman gar nicht daran, weiter zu publizieren, im Gegenteil. Der weinerliche Ton seiner Abschiedsmail (siehe unten) muss also nicht überbewertet werden. Und es könnte noch sein, dass die Village-Leute sich mit der neuen Kleinen ins eigene Fleisch schneiden, weil wenn ich so die Jahresbestenlisten von 2011 vergleiche… Karina Longworth gibt Kenneth Lonergans «Margaret» an, ein leicht hysterisches, aber auch sehr kluges Melodram von einer jungen Frau, die in der Folge eines Verkehrsunfalls sich in einem komplizierten Geflecht aus Lügen, Schuldzuweisungen und halb verschwiegenen Wahrheiten verfängt. Also gar nichts mit der leichten Kost. Der Film ist genau so Arthouse wie Hobermans Lieblinge es waren, auch wenn Anna Paquin, Mark Ruffalo und Matt Damon drin spielen. Hoberman ist hingegen mit David Cronenbergs «A Dangerous Method» erstaunlich zahm in der Wahl seines Lieblings. We’ll sees what happens. Ich bleibe mal ein Fan Hobermans. Hier noch sein Abschiedsmail von den Kollegen auf der Redaktion: Dear colleagues, Yesterday afternoon I learned that my position at the Village Voice had been eliminated. I’ve been a staff writer at the Voice since 1983, a regular film reviewer since 1978, and sold my first free-lance piece (an article on Jack Smith’s Flaming Creatures) as a virtual toddler back in 1972. In fact, I grew up reading the Voice–in addition to spending most of my working life in its employ. But, nothing lasts forever, and I’ve had a pretty good run in what, for me, was the greatest job imaginable. I learned nearly everything I know about writing and a good chunk of what I know about life at the Voice; the paper gave me space to invent myself (that is, develop my own particular interests and means of expression), as well as the opportunity to work with some of the smartest, most interesting and most creative people I’ve been fortunate to meet—and I’m not talking about on-screen or in interviews. It’s safe to say that I’ll never love an institution as much as I first loved the Voice because there is unlikely to ever be an institution like that Voice again—unfortunately. I have no regrets and whatever sadness I feel is outweighed by a sense of gratitude. Thirty-three years is a long time to be able to do something that you love to do, to champion things you want to champion, and to even get paid for it. I feel lucky that my last piece praised two movies that I greatly admire (at Film Forum and Anthology no less) and allowed me go out with a plug for Occupy Wall Street! I feel honored too that I had the opportunity this past summer to represent many of you in our union negotiations. Be well, stay strong, and good luck, Jim About Ewa HessSwiss journalist, Editor Arts @Sonntagszeitung, ZürichView all posts by Ewa Hess » @askewa @PSPresseschau Wunderbares textlein 🍀 thx 4 sharing 08:10:37 PM Mai 30, 2023 von &s in Antwort auf PSPresseschau@GESDA Hackathon 4 the future – Open Quantum Institute in the making. Impressive! https://t.co/hWBdlsEFkd 09:35:19 AM Mai 07, 2023 von &s in Antwort auf GesdaIt’s my #Twitterversary! I have been on Twitter for 13 years, since 26 Nov 2009 (via @twi_age). 01:00:51 AM Dezember 13, 2022 von &s @askewa folgen Neueste Beiträge Baselitz‘ WeltI likePrivate Sales, ein SchattenspielAdieu John BergerTalk mit Jacqueline Burckhardt Blogroll FAQNews-BlogPop MattersRevue 21Support ForumWordPress-Planet Themen Ai Weiwei Amerika Andy Warhol Aphrodite Ascona Baron Heinrich Thyssen Basel Biennale Venedig Bird’s Nest Caravaggio China Fischli/Weiss Fondation Beyeler Frank Gehry Georg Baselitz Gerhard Richter Ghirlandaio Gstaad Gurlitt Gustav Klimt Harald Szeemann Keanu Reeves Kunst Kunstmuseum Basel Louise Bourgeois Maja Hoffmann Maria Lassnig Marlene Dumas Melinda Nadj Abonji Monte Verità Nachtkritik Oprah Winfrey Pipilotti Rist Schweizer Architektur Schweizer Film Schweizer Kunst Schweizer Literatur Shakespeare Simon de Pury Thomas Hirschhorn Ugo Rondinone Urs Fischer Valentin Carron Warhol Weltwoche Next Post Schreibe einen Kommentar Cancel Reply Logged in as Ewa Hess. 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DU goes online Ewa Hess | 19. Dezember 2011 – 10:05 Tägliche Feuilleton-News aus den Bereichen Kunst, Musik, Theater, Design. Aktuell: Plinio Bachmann, Thomas Hirschhorn, Louise Bourgeois – have a look, read the news. Tägliche Kulturporträts, in Wort und Zeichnung. Ein Pilotprojekt für eine tägliche Kultur-News Seite. Dauer: Dezember 2011 – April 2012.   About Ewa HessSwiss journalist, Editor Arts @Sonntagszeitung, ZürichView all posts by Ewa Hess » @askewa @PSPresseschau Wunderbares textlein 🍀 thx 4 sharing 08:10:37 PM Mai 30, 2023 von &s in Antwort auf PSPresseschau@GESDA Hackathon 4 the future – Open Quantum Institute in the making. Impressive! https://t.co/hWBdlsEFkd 09:35:19 AM Mai 07, 2023 von &s in Antwort auf GesdaIt’s my #Twitterversary! I have been on Twitter for 13 years, since 26 Nov 2009 (via @twi_age). 01:00:51 AM Dezember 13, 2022 von &s @askewa folgen Neueste Beiträge Baselitz‘ WeltI likePrivate Sales, ein SchattenspielAdieu John BergerTalk mit Jacqueline Burckhardt Blogroll FAQNews-BlogPop MattersRevue 21Support ForumWordPress-Planet Themen Ai Weiwei Amerika Andy Warhol Aphrodite Ascona Baron Heinrich Thyssen Basel Biennale Venedig Bird’s Nest Caravaggio China Fischli/Weiss Fondation Beyeler Frank Gehry Georg Baselitz Gerhard Richter Ghirlandaio Gstaad Gurlitt Gustav Klimt Harald Szeemann Keanu Reeves Kunst Kunstmuseum Basel Louise Bourgeois Maja Hoffmann Maria Lassnig Marlene Dumas Melinda Nadj Abonji Monte Verità Nachtkritik Oprah Winfrey Pipilotti Rist Schweizer Architektur Schweizer Film Schweizer Kunst Schweizer Literatur Shakespeare Simon de Pury Thomas Hirschhorn Ugo Rondinone Urs Fischer Valentin Carron Warhol Weltwoche Next Post Schreibe einen Kommentar Cancel Reply Logged in as Ewa Hess. Edit your profile. Log out? Required fields are marked * Message*

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Pipilotti Rists Parasimpatico

Pipilotti Rists Parasimpatico Ewa Hess | 14. November 2011 – 11:40 von Ewa Hess Publiziert in der SonntagsZeitung am 13.11.2011 Es gibt eine Verbindung zwischen London und Mailand: eine Spur aus leuchtenden Unterhosen. Die Videokünstlerin Pipilotti Rist, hierzulande bestens bekannt, erobert gerade mit Lüstern aus leuchtender Unterwäsche, ihrem neusten Werk, den ihr noch widerstehenden Rest der Welt: England und Italien. Ihre grosse Retrospektive in der Hayward Gallery in London versetzt Kritik und Publikum in Glückszustände («Grossartige Sinnlichkeit», «Evangelistin des Glücks», schwärmt «The Guardian»). In Mailand entert die 48-jährige Grabserin am Dienstag einen Kinopalast – das seit sechs Jahren leer stehende Cinema Manzoni. Die mondäne Via Monte Napoleone ist um die Ecke, viele elegante Kunstbegeisterte strömen zur Rist-Vernissage in die 50er-Jahre- Herrlichkeit des Edelkinos voller Säulen, Fresken, Ornamente. Entgrenzend wogende Videowände mit schwebenden Blumen, Früchten, Zungen verwandeln die Säle und Treppenfluchten in eine Zufluchtsstätte moderner Höhlenbewohner. «Parasimpatico» heisst die Schau, in Anspielung auf das vegetative Nervensystem. Farben explodieren, Füsse gehen wie der Mond auf, über allem schwebt zart die Stimme der Künstlerin, die Chris Isaacs «Wicked Game» trällert. Viermal habe sie dem Kurator von «Parasimpatico», Massimiliano Gioni, eine Absage erteilt, erzählt Pipilotti Rist an der Vernissage, denn die Retrospektive in London habe ihr viel abverlangt, sie brauchte eigentlich eine Pause. Kurator Gioni habe jedoch nicht lockergelassen. Seit sechs Jahren ist der 38-jährige Massimiliano Gioni Kurator der weit über die Landesgrenzen ausstrahlenden Fondazione Nicola Trussardi. Ihre Existenz zeugt aufs Schönste von der kreativen Art der Norditaliener, sich mit den in Italien herrschenden Verhältnissen zu arrangieren. In Ermangelung eines Museums für zeitgenössische Kunst organisiert die von der Modemarke Trussardi gesponserte Kulturstiftung hochkarätige Kunstausstellungen an wechselnden Schauplätzen. Als Bewunderer der Schweizer Kunst fand Gioni, dass die Zeit reif sei, Pipilotti und Mailand zusammenzubringen. Der glänzende Kunstkenner, der in seiner zweiten Funktion Co-Leiter des New Museum in New York ist, hat ja auch Big Apple und den Schweizer Urs Fischer vor einem Jahr erfolgreich zusammengebracht. Von Freiheit und Anarchie spreche Pipilotti Rists Kunst, schreibt nach der Vernissage die italienische Presse. Die Rücktrittsankündigung von Silvio Berlusconi füllt gleichzeitig die politischen Seiten der Blätter. Am Dienstagabend steht die Künstlerin in rotem Karo-Anzug unerkannt unter ihrem Unterhosenlüster in der Lobby. Man meint, eine Fotografin am Werk zu sehen. In ihre Arbeit vertieft, fotografiert sie den Saal, die Menschen, die Stimmung. Dazwischen macht sie immer wieder Kontrollabstecher in einen Nebenraum, von wo aus ein Laptop die gewaltige Videomaschine der Ausstellung steuert. Wäre nach Moma und Hayward nicht eine Retrospektive im Kunsthaus Zürich oder im Kunstmuseum Basel an der Reihe, Pipilotti Rist? Da leuchten die Augen der Ostschweizerin auf, und sie sagt stolz: «Kunstmuseum St. Gallen»! Da merkt man, wo die Heimat liegt. 2012 also – aber erst nach Mannheim. Pipilotti Rist, «Parasimpatico», Cinema Manzoni, Via Manzoni 40, Mailand, bis 18. Dezember About Ewa HessSwiss journalist, Editor Arts @Sonntagszeitung, ZürichView all posts by Ewa Hess » @askewa @PSPresseschau Wunderbares textlein 🍀 thx 4 sharing 08:10:37 PM Mai 30, 2023 von &s in Antwort auf PSPresseschau@GESDA Hackathon 4 the future – Open Quantum Institute in the making. Impressive! https://t.co/hWBdlsEFkd 09:35:19 AM Mai 07, 2023 von &s in Antwort auf GesdaIt’s my #Twitterversary! I have been on Twitter for 13 years, since 26 Nov 2009 (via @twi_age). 01:00:51 AM Dezember 13, 2022 von &s @askewa folgen Neueste Beiträge Baselitz‘ WeltI likePrivate Sales, ein SchattenspielAdieu John BergerTalk mit Jacqueline Burckhardt Blogroll FAQNews-BlogPop MattersRevue 21Support ForumWordPress-Planet Themen Ai Weiwei Amerika Andy Warhol Aphrodite Ascona Baron Heinrich Thyssen Basel Biennale Venedig Bird’s Nest Caravaggio China Fischli/Weiss Fondation Beyeler Frank Gehry Georg Baselitz Gerhard Richter Ghirlandaio Gstaad Gurlitt Gustav Klimt Harald Szeemann Keanu Reeves Kunst Kunstmuseum Basel Louise Bourgeois Maja Hoffmann Maria Lassnig Marlene Dumas Melinda Nadj Abonji Monte Verità Nachtkritik Oprah Winfrey Pipilotti Rist Schweizer Architektur Schweizer Film Schweizer Kunst Schweizer Literatur Shakespeare Simon de Pury Thomas Hirschhorn Ugo Rondinone Urs Fischer Valentin Carron Warhol Weltwoche Next Post Schreibe einen Kommentar Cancel Reply Logged in as Ewa Hess. Edit your profile. Log out? Required fields are marked * Message*

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Les Ritas Mitsouko

Les Ritas Mitsouko Ewa Hess | 5. November 2011 – 07:05 https://youtu.be/t6FVlfOgTo8 About Ewa HessSwiss journalist, Editor Arts @Sonntagszeitung, ZürichView all posts by Ewa Hess » @askewa @PSPresseschau Wunderbares textlein 🍀 thx 4 sharing 08:10:37 PM Mai 30, 2023 von &s in Antwort auf PSPresseschau@GESDA Hackathon 4 the future – Open Quantum Institute in the making. Impressive! https://t.co/hWBdlsEFkd 09:35:19 AM Mai 07, 2023 von &s in Antwort auf GesdaIt’s my #Twitterversary! I have been on Twitter for 13 years, since 26 Nov 2009 (via @twi_age). 01:00:51 AM Dezember 13, 2022 von &s @askewa folgen Neueste Beiträge Baselitz‘ WeltI likePrivate Sales, ein SchattenspielAdieu John BergerTalk mit Jacqueline Burckhardt Blogroll FAQNews-BlogPop MattersRevue 21Support ForumWordPress-Planet Themen Ai Weiwei Amerika Andy Warhol Aphrodite Ascona Baron Heinrich Thyssen Basel Biennale Venedig Bird’s Nest Caravaggio China Fischli/Weiss Fondation Beyeler Frank Gehry Georg Baselitz Gerhard Richter Ghirlandaio Gstaad Gurlitt Gustav Klimt Harald Szeemann Keanu Reeves Kunst Kunstmuseum Basel Louise Bourgeois Maja Hoffmann Maria Lassnig Marlene Dumas Melinda Nadj Abonji Monte Verità Nachtkritik Oprah Winfrey Pipilotti Rist Schweizer Architektur Schweizer Film Schweizer Kunst Schweizer Literatur Shakespeare Simon de Pury Thomas Hirschhorn Ugo Rondinone Urs Fischer Valentin Carron Warhol Weltwoche Next Post Schreibe einen Kommentar Cancel Reply Logged in as Ewa Hess. Edit your profile. Log out? Required fields are marked * Message*

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Henning Mankell zuhause

Henning Mankell zuhause Ewa Hess | 25. September 2011 – 22:46 von Ewa Hess @ SonntagsZeitung Südlich von Göteborg hängt der graue schwedische Himmel tief über den Feldern. Als die steinige Küste am Horizont auftaucht, biegt der Weg in den Wald ab. Die holprige Naturstrasse steigt sanft an, bis ein Holzhaus sichtbar wird: Vorhänge hinter den Fenstern, Rosen im Vorgarten. Henning Mankell erwartet uns auf der Schwelle seines Göteborger Heims. Hier lebt er gemeinsam mit seiner dritten Frau, der zweiten Tochter des Filmregisseurs Ingmar Bergman, wenn er nicht gerade in Maputo, Moçambique, das Teatro Avenida leitet. Der gegenwärtig erfolgreichste Kriminalautor der Welt trägt ein dunkel gemustertes Hemd und eine Faserpelzjacke mit Reissverschluss. Sein Blick könnte als skeptisch interpretiert werden, wenn das Funkeln einer amüsierten Neugier in den Augen nicht so deutlich wäre. Herr Mankell, Sie sind also noch nicht aufgebrochen? Wohin? Mit der neuen Gaza-Flotille das israelische Embargo brechen … Keine Sorge, ich werde auch diesmal mitgehen, wenn es notwendig sein sollte. Ich konnte schon vor einem Jahr nicht verstehen, weshalb ich der einzige Schriftsteller war, der an der Aktion teilnahm. Vielleicht zweifelten Ihre Kollegen an dem Unterfangen? Nein, ich hörte von allen, wie gut sie es fanden, dass ich dabei war. Und ich dachte für mich – wo warst denn du? Nur wenige haben mir gestanden, dass sie schlicht und einfach Angst hatten. Das akzeptiere ich. Sie selbst hatten keine Angst? Nein. Obwohl Sie doch physisch bedroht wurden? Nicht das erste Mal in meinem Leben. Und ich habe ja keine kleinen Kinder. Und meine Frau war einverstanden. Es war für sie dennoch nicht einfach, als sie um fünf Uhr morgens von den Journalisten mit der Frage geweckt wurde, ob es stimme, dass ich tot sei. Dennoch sagt sie auch diesmal, dass ich gehen soll. Vorher aber kommen Sie nach Zürich zur Premiere Ihres Stücks «Miles oder die Pendeluhr aus Montreux» im Rigiblick. Warum gerade in dem Kleintheater? Wenn es ums Theater geht, spielt Grösse wirklich keine Rolle. Ich habe schon in ganz kleinen Häusern fantastische Aufführungen gesehen. In diesem konkreten Fall kam der Kontakt über Hansjörg Betschart zustande, der meine Stücke ins Deutsche übersetzt und bei dieser Inszenierung Regie führt. Das Stück handelt zum Teil in der Schweiz, in Montreux, wo Miles Davis auftritt. Sind Sie selbst ein häufiger Gast des Jazzfestivals? Früher war ich das. Ich habe Miles-Davis-Konzerte dort erlebt und auch seinen Chauffeur getroffen, der im Stück vorkommt. Den Mann gab es wirklich. Er erzählte mir damals, wie es dazu kam, dass der Musiker sich nur noch von ihm kutschieren liess. Wie? Bei ihrer ersten Begegnung sass Miles Davis hinten im Wagen und fragte den Chauffeur: «Magst du meine Musik?» Und der sagte Nein. Das hat dem Erfolgsverwöhnten wohl imponiert. Er vertraute ihm danach in allem, liess sich von ihm beraten, welche Schuhe er für welches Konzert anziehen soll. Würde es Ihnen gefallen, wenn jemand sagen würde, dass er Ihre Romane nicht mag? Hm, ich weiss nicht. Das hat mir noch nie jemand gesagt (lächelt). Im Übrigen brauche ich keinen Fahrer. Und wenn ich Beratung will, kann ich mich auf meine Frau verlassen. Wie ist es, mit der Tochter der Legende Ingmar Bergman verheiratet zu sein? Ich kannte Ingmar Bergman zuerst. Als Eva und ich uns entschlossen, zusammenzuleben, brachte das Ingmar und mich noch näher. In seinen letzten Lebensjahren war ich wohl der einzige Mensch, den zu sehen er ertrug. Las er Wallander-Romane? Er verschlang sie. Er las überhaupt alles, was ich schrieb, und gab mir wertvolle Ratschläge. Und Ihre Frau? Natürlich. Da wir beide Theatermenschen sind, teilen wir auch im kreativen Bereich sehr viel. Sie wird zur Premiere in Zürich mitkommen, und ich war am Samstag an ihrer Premiere hier in Göteborg: ein immenser Erfolg. Ich bin sehr stolz auf sie. Sie leiten ein Theater in Afrika, Ihre Frau führt in Schweden Regie. Wie funktioniert das? Ganz gut. Aber natürlich muss man für jede Leidenschaft, wie die unsere fürs Theater oder die meine für Afrika, einen Preis zahlen. Woher kommt Ihre Faszination für Afrika? Die Sehnsucht eines Nordländers nach der Sonne? Nein. Mein kindlicher Traum betraf eine andere Sehnsucht, nämlich jene, das Ende der Welt kennen zu lernen. Und das war für Sie Afrika? Das war das Exotischste, was ich mir vorstellen konnte. Und als ich 1972 erstmals zu einer grossen Reise aufbrach, war das Ticket nach Afrika billiger als das nach Südamerika. Doch mittlerweile sind meine Gründe, dort zu leben, andere geworden. Welche sind es heute? Es tut uns gut, die Welt aus einem anderen Blickwinkel als dem europäischen zu betrachten. Und in Afrika liegt die Wiege der menschlichen Zivilisation. Wir alle haben eine afrikanische Grossmutter! Und Palästina? Weshalb engagieren Sie sich in diesem Kampf? Ich hasse alles, was mich an Apartheid erinnert. Und in Israel wiederholt sich die Geschichte. Kommt Ihnen das türkische Protektorat für die Gaza-Hilfsschiffe nicht scheinheilig vor? Ach, wissen Sie, in der Politik gibt es keine einfachen Allianzen. Man muss sich heutzutage nun mal mit komplexen Situationen herumschlagen. Ich bin dagegen, dass man das zum Anlass nimmt, nichts zu tun. Geht es vor allem darum, Gaza zu helfen oder Israel zu schaden? Ich weiss, dass bei der Freedom Flotilla Gruppen dabei sind, die eine Auslöschung des israelischen Staates verlangen. Diese Einstellung kritisiere ich. So wie ich die Hamas kritisiere. Sind die Veränderungen in Nordafrika der Lösung des Konflikts im Nahen Osten förderlich oder eher abträglich? Ich halte den arabischen Frühling für einen Glücksfall – auch für Israel. Denn das, was man in Israel Demokratie nennt, ist eine andere Form von Diktatur. Israel hat jetzt eine Chance, seinen eigenen Frühling zu erleben. Soll die Schweiz Palästina als Staat anerkennen? Ich denke, ja. Es ist keine perfekte Lösung, ich gebe es zu. Aber man sollte es tun, weil es auf Israel eine Signalwirkung haben wird. Was halten Sie von der Politik der Guten Dienste, wie Sie von der Schweizer Aussenministerin Micheline Calmy-Rey betrieben wird? Die ist mir gar nicht aufgefallen. Im Gegensatz zu den rassistischen Plakaten, mit welchen die Populisten bei Ihnen

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Blue Chip Schweizer Kunst

Blue Chip Schweizer Kunst admin | 21. Januar 2011 – 10:30 Schweizer Künstler kassieren Milliarden! schreit das Titelblatt der «Weltwoche». Und man merkt es schon am Ton, eigentlich halten es die Kollegen für eine ganz verwerfliche Sache. Die Missetäter werden nicht geschont, sondern mit einer Art Fahndungsfoto vorgeführt: Man sieht Pipilotti Rists blauen Blick, Melinda Nadj Abonjis Lach-Grübchen und Thomas Hirschhorns fragende Augen hinter der dicken Hornbrille. Peter Fischli und David Weiss sind sogar in Schwarzweiss abgebildet, mit einem ganz alten Foto. Man kennt das ja von den Terroristen – sie dulden keine Kameras in ihrer Nähe.Was das eigentliche Verbrechen der auf der Frontseite vorgeführten Kulturtäter ist, wird im Artikel schnell klar: sie sind international erfolgreich. Und dennoch bekommen sie in der Schweiz auch Anerkennung. Welch ein Skandal! Nehmen wir zum Beispiel die Schriftstellerin Melinda Nadj Abonji. Hätte ihr die Stadt Zürich 2004 die Gabe von 830 Franken monatlich nicht ein Jahr lang in den Rachen gestopft, hätte diese Abzockerin wohl nicht weiter- geschrieben und der Schweiz wäre die Schmach erspart geblieben, eine ihrer Schriftstellerinnen 25 000 Euro Buchpreisgeld von den Deutschen kassieren zu sehen. Nein, ehrlich, was ist denn das für Logik? Liebe Kollegen von der «Weltwoche», darf ich Euch in Erinnerung rufen: Sozialfürsorge unterstützt die Bedürftigen. Kulturförderung aber die Begabten! Ihr werdet kein Land finden, wo das anders ist. Da könnt ihr noch so lange in den Steuererklärungen von Rist oder Fischli/Weiss schnüffeln. Dass ihre Kunst von allen wichtigsten Museen der Welt angekauft wird und an den Auktionen gute Resultate erzielt, ist für die Förderung ihrer Projekte keine Kontraindikation. Sondern ein Gütezeichen. 2,24 Milliarden fliessen in der Schweiz in die Kultur, das soll zu viel sein? Schliesslich gehen diese Gelder zumeist nicht auf die Konten der «Subventionsjäger», sondern in die weltweit hoch geschätzten Schweizer Museen, Theater und Opern. Liebe Kollegen, darf ich Euch erinnern? Eine Grossbank bekam über Nacht 6 Milliarden Fr. vom Staat, nur um ihre Managementfehler auszubügeln. Und wenn man sich auf der Welt so umhört, dann holen die von Euch verteufelten «Staatskünstler» auf dem freien Sympathiemarkt all die Punkte, welche die anderen Milliardenempfänger verspielen. Somit sind die zwei komma vierundzwanzig doch ein ganz anständig investiertes Geld. «Wirtschaftslandschaft Davos» von Thomas Hirschhorn ab 29. 1. im Kunsthaus Aarau «Sozial- Fürsorge unterstützt die Bedürftigen. Kultur- Förderung die Begabten!» © SonntagsZeitung; 16.01.2011; Seite 46 @askewa @PSPresseschau Wunderbares textlein 🍀 thx 4 sharing 08:10:37 PM Mai 30, 2023 von &s in Antwort auf PSPresseschau@GESDA Hackathon 4 the future – Open Quantum Institute in the making. Impressive! https://t.co/hWBdlsEFkd 09:35:19 AM Mai 07, 2023 von &s in Antwort auf GesdaIt’s my #Twitterversary! I have been on Twitter for 13 years, since 26 Nov 2009 (via @twi_age). 01:00:51 AM Dezember 13, 2022 von &s @askewa folgen Neueste Beiträge Baselitz‘ WeltI likePrivate Sales, ein SchattenspielAdieu John BergerTalk mit Jacqueline Burckhardt Blogroll FAQNews-BlogPop MattersRevue 21Support ForumWordPress-Planet Themen Ai Weiwei Amerika Andy Warhol Aphrodite Ascona Baron Heinrich Thyssen Basel Biennale Venedig Bird’s Nest Caravaggio China Fischli/Weiss Fondation Beyeler Frank Gehry Georg Baselitz Gerhard Richter Ghirlandaio Gstaad Gurlitt Gustav Klimt Harald Szeemann Keanu Reeves Kunst Kunstmuseum Basel Louise Bourgeois Maja Hoffmann Maria Lassnig Marlene Dumas Melinda Nadj Abonji Monte Verità Nachtkritik Oprah Winfrey Pipilotti Rist Schweizer Architektur Schweizer Film Schweizer Kunst Schweizer Literatur Shakespeare Simon de Pury Thomas Hirschhorn Ugo Rondinone Urs Fischer Valentin Carron Warhol Weltwoche Next Post Schreibe einen Kommentar Cancel Reply Logged in as Ewa Hess. Edit your profile. Log out? Required fields are marked * Message*

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